Gänse-Fingerkraut – das Porträt einer Heilpflanze

Gänse-Fingerkraut

Auch Pflanzen haben Schutzgeister und diese fördern die einzelnen Arten an. Im Mittelalter sah man dies so, deshalb die vielen Kräfte, die man einer Pflanze zuschrieb. Die Devas der Pflanzen wirken am Gelingen mit. Gerade beim Gänse-Fingerkraut ist von vielen Elfen und Geistern die Rede, die sich zum fröhlichen Plausch auf den silbrigen Blättern treffen. Weil die Pflanze bei Regen schützend ihre Blätter über die Blüte zieht, ist sie ein Symbol der behütenden Mutter Maria.

Wer das Kraut bei sich trägt, dem geht nie das Geld aus. Wer bei der Hochzeit Genäse-Fingerkraut im Schuh trägt, der bekommt in der Ehe die Oberhand. Um bei Gericht einen Prozess zu gewinnen, lege man Gänse-Fingerkraut in die Schuhe, die man dort trägt. Das zu Johanni mit einem Erbstück stillschweigend geschnittene und nicht mit der Hand berührte Kraut verschafft, in der Geldbörse getragen, Glück in allen Geldangelegenheiten, um den Hals getragen kann man damit aber auch die Liebe eines Menschen gewinnen.

Botanisches über Gänse-Fingerkraut.

Die Pflanze wird auch Silberkraut und Gänsekraut genannt und gehört zur Familie die Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 50 cm erreichen kann. Das Gänse-Fingerkraut mag viel Sonne und einen nährstoffreichen Boden. Seine Blütezeit ist von Mai bis August. Er ist weit verbreitet auf grasbewachsenen Plätzen, an Bächen und Teichen, an Wegrändern und Gräben.

Ernte über Gänse-Fingerkraut.

Das Gänse-Fingerkraut bietet uns von April bis Mai junge, silbrigbehaarte, fiedrige Blätter, die gerne gehackt in Kräutermischungen gegeben werden. Im Sommer bilden sich von Mai bis August die charakteristischen Blüten. Ausgezupfte Blütenblätter eignen sich prächtig als essbare Dekoration auf jedem Borzeitteller. Die knollenartigen Wurzeln sammelt man von September bis in Frühjahr hinein und verzehrt sie roh. Der Grundgeschmack der Blätter ist leicht sauer-herb aromatisch, sie sind roh aber schwer zu kauen. Die Wurzeln schmecken hingegen roh leicht nussig, gegart werden sie süßlicher, fast möhrig.

Die Heilwirkung von Gänse-Fingerkraut.

Das Kraut wirkt zusammenziehend und hat außerdem eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung. Wissenschaftlich untermauert ist die innerliche Anwendung zur unterstützenden Behandlung von unspezifischen Durchfallerkrankungen und Bauch- und Unterleibsbeschwerden, ferner bei schmerzhafter Menstruation, inbesondere wenn die genannten Leiden mit Krämpfen einhergehen. Die Pflanze eignen sich außerdem zum Gurgeln bei Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Volskmedizinisch werden die Wurzeln bei Zahnfleischentzündung gekaut. Das Kauen der Wurzel des Niedrigen Fingerkrauts soll Zahnschmerzen bessern. Bei Reizmagen-Patienten können sich die Beschwerden durch die innerliche Anwendung von Gänse-Fingerkraut verstärken.

Inhaltstoffe und Weintinktur.

Gerbstoffe, Tormentol, Flavonoide, Tannine, Amine, Kalzium, Cholin, Vitamin C, Phytosterine, Schleimstoffe, Cumarine

Weintinktur
5 g getrocknetes Kraut in 100 ml Weißwein 10 Tage ausziehen und abfiltern, dies geschieht am besten durch einen Kaffeefilter. Trinken Sie ein Gläschen pro Tag.

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