Gänesblümchen – eine wunderschöne Blume mit Power.

gänseblümchen

Nach der Legende ist das Gänseblümchen aus den Tränen entstanden, die Maria auf der Flucht nach Ägypten geweint hat. Eine andere Überlieferung spricht von den Tränen der Helena. Das Gänseblümchen war bereits bei den alten Germanen eine Blume der Göttin Freya, ein Symbol für Fruchtbarkeit und Neubeginn. Wie vielen anderen Frühlingsblumen schreibt man auch den drei ersten im Jahr gefundenen Gänseblümchen besondere Heilkräfte zu.

Durch ihren Genuss bleibt man die kommenden 12 Monate fieberfrei. Drei mit dem Mund abgebissene und verschluckte Gänseblümchen heilen Magenbeschwerden. Haben die Gänseblümchen lange Stiele, so wächst langer Flachs. Die Blüten sind verlässliche Wetteranzeiger.

Gänseblümchen – mehr über die Botanik.

Die Gänseblümchen werden auch Augenblume oder Tausendschön genannt und gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 15 cm erreichen kann. Das schöne Blümchen mag viel Sonne und gedeiht auf jedem Boden. Ihre Blütenzeit ist von April bis Spätherbst und die Sammelzeit von April bis September. Die Pflanze ist auch unter den Drogen Namen „Bellidis flos“ bekannt.

Gänseblümchen – mehr über die Ernte.

Der Grundgeschmack dieser attraktiven Blume ist nussig und erinnert etwas an Feldsalat. Man kann die jungen Blätter gut unter Gemüse- und Spinatgerichte geben, oder sie zur Brotzeit, in Kräuterquark und Kräuterkäse mischen. Ihre noch stängellosen, jungen Blütenknospen aus der Blattrosettenmitte sind im zeitigen Frühjahr (März) als Beigabe im Salat eine Spezialität. Die entwickelten Blütenknospen des Gänseblümchens sind manchen für den Salat zu intensiv. Diese können von April bis Juni gut zu falschen Kapern oder in Salzlake eingelegt werden. Die Blüte ist allgemein von Ende März bis Mitte Juni eine hübsche, essbare Dekoration in Salaten und Rohkostspeisen. Die unscheinbaren, hellen Samen kann man ab Ende August bis September für einen Salat sammeln und roh oder geröstet mit dazugeben.

Gänseblümchen und die Heilwirkung.

Früher wurde das Kraut volkstümlich bei Katarrhen, Hauterkrankungen und Leberleiden verwendet. Gänseblümchen wirken stoffwechselanregend, fördern die Blutbildung und unterstützen die ableitenden Harnwege. Äußerlich kann es zur Behandlung von Akne und zur Wundbehandlung eingesetzt werden. Die Homöopathie verwendet es bei Verstauchungen, Prellungen, Furunkel und Ekzemen.

Mehr über die Inhaltsstoffe:

Saponine, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide, Schleimstoffe, Anthoxanthin, Mineralstoffe, Vitamin C, Kalium, Calcium, Vitamin A, Eisen, Inulin, Magnesium,

Anwendungsmöglichkeiten kennenlernen.

Hustentee

Je 25 g Blüten von Gänseblümchen, Veilchen, Schlüsselblume und Blätter vom Spitz-Wegerich. 10 Minuten ziehen lassen und 3 Wochen lang jeweils 3-mal täglich 1 Tasse trinken.

Aknetee

Je 20 g Kraut von Gänseblümchen, Hohlzahn und Stiefmütterchen, Kamillenblüten und Birkenblätter. 10 Minuten ziehen lassen und 6 Wochen lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken.

Köstlicher Aufstrich

1 Handvoll Blätter und Blüten, 1 Handvoll Scharbockskrautblätter, 1 Handvoll Sauerampferblätter gründlich waschen und mit einem Wiegemesser fein hacken. 1 mittelgroße Zwiebel fein würfeln. In etwas Olivenöl anbraten. Unter ¼ Kilogramm Frischkäse mengen. Mit wenig Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

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