Giersch – eine alte vergessene Heilpflanze.

Giersch

Schon im Mittelalter wurde die Pflanze als Heilmittel gegen Gicht und Herzgefäßerkrankungen eingesetzt. Daher stammt der Name Podagra = Gicht. Vor allem bei Beschwerden im Fußbereich war Giersch beliebt.

Der Giersch auch Zipperleinskraut genannt gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 50 cm erreichen kann. Er wächst häufig bei feuchten Gebüschen, oft in Auwäldern und an den Rändern von Bächen und Flüssen. In Gärten ist die Pflanze ein gefürchtetes Unkraut.

Vor dem Sammeln muss man den Giersch genau bestimmen können, immer wieder wird er mit giftigen Doldenblütlern verwechselt. Fragen Sie zur Sicherheit zuerst ausgebildete Botaniker oder Fachleute. Das Grundaroma vom Giersch gleicht einer Mischung aus Möhre und Petersilie. Die Blüten sind im Aroma einen Hauch süßer, die Früchte schärfer. Die Blattschösslinge können Sie von März bis April ernten. Die Blattstiele und jungen Blütensprossen nutzt man geschält und von den Fasern befreit von Mai bis Juli roh oder erwärmt zu Gemüsegerichten. Später, von Juni bis August, verwendet man die vollständig aufgeblühten Blütenteller als roh essbare Dekoration in Salat- und Rohkostspeisen. Noch knospige Blütenstände im Mai tragen besonders viel Aroma und sind dabei sehr weich, sodass sie sich sehr gut für unterschiedliche Gemüsezubereitungen eignen. Die aromatischen ausgereiften Früchte ergeben von Juli bis September frisch oder getrocknet ein gutes Gewürz.

Die Heilwirkung von Giersch.

Volkstümlich aufgrund seiner mild harntreibenden, krampflösenden, entzündungshemmenden und entsäuernden Wirkung angewandt bei Rheuma und Gichterkrankungen. Die Homöopathie benutzt ihn gleichartig. Äußerlich wird das zerquetschte Kraut für Umschläge bei Verbrennungen, Insektenstichen und als Bad bei Hämorrhoiden verwendet.

Inhaltsstoffe: Kalzium, Magnesium, Phosphor, Silizium, Vitamin C, Nitrate, Kaffeesäure, ätherisches Öl, Vitamin A und C, Harz.

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