Glockenblume – ein Anblick praller Schönheit.

Glockenblume

Glockenblume – Wie andere blau blühende Blumen soll die Pflanze die Kraft der Gewitter auf sich ziehen, deshalb darf man sie nicht abpflücken und nicht in die Vase im Haus stellen, sonst schlägt der Blitz ein. Überhaupt hat sie ein punkto Glück einen schlechten Ruf, wer sie bricht, dem ergeht es schlecht. Schon wenn man eine Blüte knickt, zieht man damit Regen an, wenn man aber 3-mal darauf spuckt, bleibt er aus. Diese Überlieferung der Elfen und Pflanzengeister bekannt waren. Man sollte dem munteren Volk seinen Regenschutz nicht nehmen. Das Märchen Rapunzel bezieht sich auf die Glockenblumenart.

Die Glockenblume auch bekannt unter Regenblume gehört zur Familie die Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist eine zweijährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 80 cm erreichen kann. Ihr Drogenname ist „Rapunculi radix“. Die Glockenblume mag ungedüngten und lockeren Boden im Halbschatten. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juli. Glockenblumen sind in ganz Europa heimisch, man findet sie in Wiesen, an Waldrändern, auf Lichtungen, in manchen Gegenden stehen sie unter Naturschutz. Wo die Glockenblume bereits selten ist, im eigenen Garten anbauen und wiederum auswildern.

Glockenblumen ergeben von Mai bis Juli in der Küche eine nette essbare Dekoration. Durch ihre blaue Färbung fallen sie optisch auf, geschmacklich sind sie ganz mild und wenig auffällig. Die zarten, jungen Triebe und Blätter sind von April bis Mai roh eine milde Grundlage zu verschiedenen Salaten. Knackige, verholzte Wurzeln können frisch oder getrocknet verwendet werden. Man erntet sie im Frühjahr oder im Herbst und kocht sehr junge, klein geschnittene Wurzeln zumeist in Gemüsesuppen und Mischgemüsegerichten mit oder mariniert sie zur Bevorratung.

Die Glockenblumen spielen in der Heilkunde vermutlich keine große Rolle, da ihre Wirkungen nur schwach ausgeprägt sind. Man kann sie innerlich und äußerlich als adstringierendes, leicht antiseptisches und erfrischendes Mittel einsetzen. Die Pflanze galt früher als hilfreich gegen Halsschmerzen.

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