Huflattich – eine Heilpflanze, die jede Wiese in Gelb erstrahlen lässt.

Huflattich

Huflattich – Pferdehändler sollen die Blüten unter das Futter der Pferde mischen, ehe sie sie zum Markt bringen, die Tiere gewinnen dadurch ein feuriges Aussehen und geben sich jung und dynamisch, auch dann, wenn sie bereits ältere Semester sind. Wer sich mit den Blättern das Gesicht abreibt, bekommt Sommersprossen. Am Fronleichnamstag soll man die Äcker, wo viel Huflattich wächst, umackern, dann bleibt er aus.

Der Huflattich aber auch Brandlattich oder Heilblatt genannt gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 15 cm erreichen kann. Der Huflattich mag einen kalkhaltigen Lehmboden und viel Sonne. Seine Blütezeit ist von März bis Juni. Huflattich wächst an feuchten Wegrändern, an Dämmen und Böschungen sowie auf Schuttplätzen und Brachland.

Die Ernte von Huflattich

Von alters her geschätzte, mildaromatische Wildpflanze, die geschmacklich an Grünen Spargel erinnert. Die Blätter sind et was bissfester, die Wurzeln etwas würziger. Die Pflanze sollte man nur im Maßen verwenden. Beim Huflattich kann man vor und während der Blüte, von März bis Juni die Blütenstängel roh zu verschiedenen Salaten hernehmen. Die jungen Blätter von Mai bis Juli und die Blütenknospen von März bis Juni hackte man klein und streute sie auf Kräuterbrotzeiten. Die größeren Blätter wurden von Mai bis September für Blattrouladen oder geschnitten und getrocknet auch zur Teegetränkbereitung und in Rauchtabakmischungen eingesetzt. Die Blüten eignen sich von März bis April in Teig gestampft und dann als Bratlinge gebraten. Von September bis in den Winter und im Frühjahr kann man die Wurzeln ernten und verarbeiten sie vor allem klein geschnitten und gegart zu Bratlingen, Wurzelgemüse oder süß eingelegt.

ACHTUNG: Die Pflanze ist aufgrund des Gehaltes an evtl. leberbeeinträchtigenden Pyrrolizidinalkaloiden in Misskredit geraten. Pyrrolizidinalkaloide können bei hoch dosierter Langzeiteinnahme kanzerogen und erbgutschädigend wirken.

Die Wirkung von Huflattich

Arzneilich werden die getrockneten Blätter des Huflattichs verwendet. Die heilkräftig wirkende Pflanze wird schon seit langer Zeit bei trockenem Reizhusten und akuten und chronischen Reizzuständen im Mund-Rachenraum innerlich angewendet. In vielen pflanzlichen Hustensäften war sie bis vor einiger Zeit enthalten und leistete wertvolle Dienste. Die zerriebenen Blätter werden äußerlich gegen Entzündungen und Abszesse an der Brust empfohlen.

Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Phytosterine, ätherisches Öl, Glykoside, Inulin, Kieselsäure, Natrium, Kalium, Eisen, Magnesium, Schwefel, Vitamin C, Pyrrolizitinalkaloide

Vielleicht ist hier etwas für Dich dabei:
Goji Beeren – das Superfood schlechthin..
Trockenfrüchte für zwischendurch.
Die Goldrute – Steckbrief einer Heilpflanze.
Mehr über die Glockenblume

Schreibe einen Kommentar